Prof. David Ray Griffin: Signifikante Muster bei den Auslassungen und Falschdarstellungen des Berichts der 9/11-Kommission

Dienstag, 27 September, 2005

Hinweis: Dies ist eine Mitschrift der Rede des Theologen David Ray Griffin vor der Congressional Black Caucus Annual Legislative Conference am 23. September 2005.

Aussage vor der Congressional Black Caucus Annual Legislative Conference (Jährliche Konferenz der Schwarzen-Kongressgruppe) 2005 (21. bis 24. September, Washington Convention Center, Washington, D.C.) in der Sitzung „Die Auslassungen des 11. September: Was die Kommission falsch verstanden hat“, 23. September 2005, unterstützt durch die Kongressabgeordnete Cynthia McKinney (Demokraten – Georgia):

Einleitung

Es gibt im Wesentlichen zwei Theorien zum 11. September – beide sind Verschwörungstheorien. Die offizielle Verschwörungstheorie besagt, die Anschläge seien alleine von al-Qaida geplant und ausgeführt worden. Die alternative Theorie besagt, die Anschläge können nicht ohne die Einbeziehung von Kräften innerhalb unserer eigenen Regierung gelungen sein.

Bei der Überprüfung des Berichts der 9/11-Kommission habe ich mich darauf konzentriert, wie er mit Beweisen umgeht, welche die alternative Theorie unterstützen. Ich habe festgestellt, dass dies im Verzerren oder einfachem Ignorieren der Beweise bestand. Dies ist keine Überraschung, denn der Mann, der die Kommission leitete, Philip Zelikow, war im Grunde ein Mitglied der Bush-Cheney-Regierung. Es ist aber eine Tatsache, die ans Licht gebracht werden muss.

Weil es so viele Auslassungen und Falschdarstellungen gibt – in meinem Buch habe ich mindestens 115 identifiziert – kann ich einen wesentlichen Bruchteil von ihnen nur nennen, indem ich meine repräsentative Liste ziemlich schnell durchgehe.

Flug 11 und 175

Ich werde mit der Frage beginnen, wie entführte Flugzeuge die Zwillingstürme treffen konnten.

Die Antwort der Kommission ist die dritte, die wir auf diese Frage erhalten haben. Die erste Antwort, die von den obersten Militärs in den ersten Tagen nach dem 11. September stammte, war, dass keine Kampfjets aufstiegen, bis das Pentagon getroffen wurde. Die zweite Antwort fand sich in einer von NORAD am 18. September, eine Woche nach dem 11. September, herausgegebenen Zeitleiste, in der es die Zeitpunkte angab, zu denen es von der FAA über die Flüge informiert wurde und die Zeitpunkte, zu denen es die Kampfflugzeuge losschickte. Die Kommission erwähnte diese veränderte Darstellung nicht.

Im Hinblick auf Flug 11 behauptete die Kommission, dass das Militär die Meldung über die Entführung des Flugzeugs 9 Minuten, bevor es den Nordturm traf, erhielt. Das Militär konnte das Flugzeug allerdings nicht abzufangen, weil Oberst Marr, der Leiter von NEADS – NORADs Nordostabteilung – einen Vorgesetzten in Florida um Erlaubnis fragen musste und der Anruf 8 Minuten dauerte. Abgesehen davon, dass die Kommission nicht fragte, wieso der Anruf so lange dauerte, wies sie auch nicht darauf hin, dass er laut den Prozeduren des Verteidigungsministeriums überflüssig war.

In Bezug auf Flug 175 behauptete die Kommission, das Militär habe keine Mitteilung über ihn erhalten, bis er den Südturm getroffen hat (Seite 22-23 des Kommissionsberichts). Allerdings hatte NORAD selbst in seiner Zeitleiste vom 18. September festgestellt, dass die Nachricht um 8.43 Uhr eingegangen sei, volle 20 Minuten vor dem Einschlag in den getroffen wurde. Wenn die neue Geschichte der Kommission wahr ist, dann hätten die NORAD-Verantwortlichen entweder gelogen oder ihr Erinnerungsvermögen war so schlecht, dass sie eine Woche nach den Ereignissen durcheinander kamen. Die Kommission hat es jedoch versäumt, dieser Frage nachzugehen.

Immer wenn es eine Krise gibt, richtet die FAA eine Telefonkonferenz mit dem Militär ein. Informationen über die Entführung von Flug 175 sollten das Militär über diesen Weg erreicht haben. Die Kommission behauptete allerdings, die FAA habe diese Telefonkonferenz nicht vor 9.20 Uhr eingerichtet, 17 Minuten nachdem Flug 175 in den Südturm gestürzt war (Seite 36 des Berichts). Mit dieser Behauptung unterschlägt die Kommission jedoch das Memorandum von Laura Brown von der FAA, wonach die Telekonferenz „innerhalb von wenigen Minuten“ eingerichtet wurde, nachdem der erste Turm getroffen wurde, also etwa um 8.50 Uhr. Das Memo besagte auch, dass die FAA Informationen zu allen „Flügen von Interesse“ weitergeleitet habe, wozu auch Flug 175 gehört hätte. Das Kommissionsmitglied Richard Ben-Veniste las dieses Memo zwar für die Aufzeichnungen der Kommission während einer Anhörung im Jahr 2003. Aber der Abschlussbericht der Kommission tat so, als ob dieses Memo nicht existieren würde.

Die Behauptung der Kommission über die Unkenntnis des Militärs über Flug 175 ignoriert auch einen Bericht von Kapitän Michael Jellinek, einem Kanadier, der am 11. September das NORAD-Hauptquartier leitete. Laut diesem Bericht telefonierte Jellinek mit NEADS, als er sah, wie Flug 175 in den Südturm stürzte. Seine Frage „War das das entführte Flugzeug, mit dem Sie sich befassen?“ wurde von NEADS bejaht.

Der Einsturz der Zwillingstürme

Einige weitere Auslassungen und Falschdarstellungen betreffen die Frage, warum die Zwillingstürme einstürzten, nachdem sie von den Flugzeugen getroffen wurden.

Die Kommission erwähnte nicht, dass Feuer vor dem 11. September noch nie Stahlskelett-Hochhäuser zum Einsturz gebracht hat, selbst wenn die Feuer viel größer, heißer und langlebiger waren, als die Feuer in den Türmen. Sie erwähnte anders ausgedrückt nicht, dass alle bisherigen Zusammenbrüche durch sorgfältig platzierten Sprengstoff in einem Prozess verursacht wurden, der kontrollierter Abriss genannt wird.

Die Kommission erwähnte ebenso nicht, dass der Zusammenbruch der Türme mindestens 10 typische Kennzeichen einer kontrollierten Sprengung besitzt. Beide Einstürze (1) begannen plötzlich, (2) waren genau senkrecht, (3) praktisch im freiem Fall und (4) erzeugten eine enorme Menge an Staub, was nur passiert, wenn Sprengstoff Beton zu winzigen Partikeln pulverisiert.

Auch brachen beide Türme vollständig zusammen, wobei die 110-stöckigen Gebäude zu einem nur wenige Stockwerke hohen Schutthaufen kollabierten. Wie es zu einem solchen vollständigen Zusammenbruch kommen kann – ohne Sprengstoff zu verwenden – ist ein absolutes Rätsel, denn der Kern jedes Turms bestand aus 47 massiven Stahlsäulen. Die Erklärung für den Zusammenbruch ist die ‚Pfannkuchentheorie‘, nach der sich die Stockwerke über dem Loch des Flugzeugeinschlags von den Säulen losrissen und auf das Stockwerk darunter fielen, wodurch eine Kettenreaktion ausgelöst wurde. Aber selbst wenn das passierte wäre, hätten die Kernsäulen noch mehr als hundert Meter in die Luft ragen müssen. Die Kommission behandelte dieses Problem, indem sie einfach die Existenz dieser Kernsäulen leugnete: „Der innere Kern des Gebäudes bestand aus einem hohlen Stahlschaft.“ (Seite 541, Anmerkung 1)

Ein weiteres typisches Merkmal einer kontrollierten Sprengung sind selbstverständlich Explosionen. Die von der New Yorker Feuerwehr aufgezeichneten mündlichen Zeugenaussagen, die im vergangenen August endlich freigegeben wurden, enthalten Dutzende von Zeugenaussagen über mehrere Explosionen in den beiden Türmen, die bereits vorliegende Beweise verstärken. Doch obwohl die Kommission Zugang zu den mündlichen Zeugenaussagen hatte, zitierte sie nicht eine von ihnen.

Das ist schade, denn die Autoren des Berichts mögen offensichtlich blumige Zitate und diese mündlichen Überlieferungen des 11. September enthalten ein paar ziemlich gute davon. Zum Beispiel sagte Feuerwehrmann Thomas Turilli mit Bezug auf den Südturm: „Es klang fast so wie wenn Bomben explodieren, wie ein Bumm, Bumm, Bumm, sieben oder acht davon.“ Rettungssanitäter Daniel Rivera, der beschreibt, was er als „verdammten Lärm“ bezeichnete, sagte: „Haben Sie jemals professionelle Sprengungen gesehen, bei denen sie Ladungen in bestimmten Stockwerken platzieren und dann hört man …. Popp, Popp, Popp, Popp, Popp. Ich dachte, das war genau das.“ Feuerwehrmann Edward Cachia sagte bezogen auf den Zusammenbruch des Südturms: „Es war tatsächlich in einem der unteren Stockwerke, nicht da wo das Flugzeug eingeschlagen war. Wir hatten ursprünglich gedacht, es war eine interne Sprengung, Sprengstoff, … weil es in einer Reihenfolge passierte, Bumm, Bumm, Bumm, Bumm und dann kam der Turm runter.“ Der stellvertretende Feuerwehrleiter Stephen Gregory sagte: „Ich dachte, … bevor Nr. 2 runterkam, sah ich Blitze auf den unteren Ebenen … ich sah einen Blitz und dann noch einen und noch einen … auf den unteren Ebenen des Gebäudes. Sie wissen doch, wie wenn sie ein Gebäude abreißen …“ Feuerwehrmann Richard Banaciski sagte: „Da gab es gerade eine Explosion. Es schien wie im Fernsehen, [wenn] sie diese Gebäude sprengen. Es schien, als wenn es rund um das Gebäude ging, wie ein Gürtel, all diese Explosionen.“

Die Frage, ob Sprengstoff verwendet wurde, hätte durch eine wissenschaftliche Untersuchung der Stahlträger geklärt werden können. Doch obwohl das Entfernen von Beweismitteln von einem Tatort in der Regel eine Straftat ist, erlaubten die Behörden, dass der Stahl schnell entfernt und als Altmetall verkauft wurde. Die New York Times und das Fire Engineering-Magazin protestierten dagegen. Die 9/11-Kommission sagte jedoch nichts dazu.

Die Kommission erwähnte auch nicht Bürgermeister Giulianis Aussage gegenüber Peter Jennings, er hätte vor dem Einsturz erfahren, dass einer der Türme einstürzen würde. Die Kommission hätte daher Giuliani erst gar nicht fragen brauchen, warum jemand vor dem Zusammenbruch des Südturms, erwartet hätte, er würde zusammenbrechen, angesichts der Tatsache, dass es keine objektiven Beweise oder einen historischen Präzedenzfall für einen solchen Zusammenbruch gab.

Die Kommission erwähnte auch nicht, dass der Chef des Unternehmens, das für die Sicherheit des World Trade Centers zuständig war, Wirt Walker III, ein Cousin des Präsidenten war oder dass Marvin Bush, der Bruder des Präsidenten, einer seiner Geschäftsführer war.

Gebäude Nr. 7

Die Kommission unterschlug auch viele wichtige Fakten zum Zusammenbruch des Gebäudes Nr. 7. Dieser Zusammenbruch ist besonders wichtig, weil die Einstürze der Zwillingstürme in der Regel zum Teil auf die Einschläge der Flugzeuge zurückgeführt werden, aber Gebäude Nr. 7 von keinem Flugzeug getroffen wurde und doch im Wesentlichen auf die gleiche Art und Weise zusammenbrach, mit allen Anzeichen einer kontrollierten Sprengung. Die Kommission erwähnte diese Fakten nicht.

Außerdem erwähnte sie nicht, dass Feuerwehrleute aus Gebäude Nr. 7 mehrere Stunden im Voraus abgezogen wurden, weil jemand die Nachricht verbreitet hatte, dass es einstürzen würde, obwohl es auf allen verfügbaren Fotos Brände nur in wenigen Stockwerken dieses 47-stöckigen Gebäudes gab. Die Kommission hätte auch hier einige interessante Aussagen aus der mündlichen Überlieferung des 11. Septembers berücksichtigen können. Zum Beispiel sagte Rettungssanitäter Decosta Wright: „Ich denke, der vierte Stock stand in Flammen. … Wir dachten, die Jungs machen das Feuer doch schon aus?“ Feuerwehrchef Thomas McCarthy sagte: „Wir warteten, dass World Trade Center Nr. 7 runterkommen würde. … Es gab … Feuer auf drei getrennten Stockwerken …, sie brannten lediglich vor sich hin. Es war ziemlich erstaunlich, wissen Sie, es ist Nachmittag in Lower Manhattan, ein großes Hochhaus brennt und sie sagten ‚wir sind uns sicher.‘“ Aber die Kommission sagte nichts über diese Entscheidung, die Brände nicht zu bekämpfen, die auf dem Vorwissen beruhte, dass das Gebäude zusammenbrechen würde.

Die Kommission erwähnte auch nicht, dass Larry Silverstein, der Besitzer des Gebäudes auf PBS sagte, er und der „Leiter der Feuerwehr“ hätten beschlossen, es wäre am besten, das Gebäude abzureißen (‚pull the building‘) und danach „sahen wir dem Gebäude beim Zusammenbruch zu.“

Die Kommission vermied jeden Hinweis auf all diese Dinge, indem sie einfach keinerlei Raum in ihrem 571-seitigen Buch fand, um die Tatsache zu erwähnen, dass Gebäude Nr. 7 einstürzte – obwohl es das erste große Stahlskelett-Gebäude in der Baugeschichte war, das alleine aufgrund von Feuer zusammengebrochen ist.

Flug 77

Es gibt ebenfalls viele Auslassungen und Fehldarstellungen im Zusammenhang mit Flug 77.

Nach der neuen Zeitleiste der Kommission hat die FAA das Militär nicht über Flug 77 unterrichtet, bevor es in das Pentagon einschlug. (Seite 34) NORADs frühere Zeitleiste besagte allerdings, die FAA hätte diese Meldung um 9.24 Uhr gemacht. Kritiker hatten darauf hingewiesen, dass diese Meldung 14 Minuten vor dem Einschlag ins Pentagon hereinkam, sodass das Militär in der Lage gewesen wäre, den Einschlag zu verhindern. Die neue Geschichte der Kommission umgeht dieses Problem, indem Sie einfach erklärt, NORADs frühere Aussage war „falsch“. (Seite 34) Das ignoriert wieder die Frage, ob NORAD gelogen hatte oder einfach nur unter einem schrecklichen Erinnerungsvermögen litt.

Ein weiteres Problem für die Behauptung der Kommission ist, dass es bis zu diesem Zeitpunkt drei Telefonkonferenzen gab. Warum hat das Militär nicht von Flug 77 erfahren, zum Beispiel durch die FAA-Telefonkonferenz, bei der sogar die Kommission zustimmte, dass sie um 9.20 Uhr begann? Weil, so sagt man uns, die Person im National Military Command Center des Pentagons, die der dieser Telefonkonferenz zugeordnet war, sie für bedeutungslos hielt und dem daher keine Bedeutung beimaß (S. 36) Diese Darstellung ignoriert jedoch Laura Browns Memo, das berichtete, dass die FAA sowohl mit dem Pentagon als auch mit NORAD verbunden war und mit ihnen „Echtzeit-Informationen“ über „alle Flüge von Interesse teilten, einschließlich Flug 77.“ Ihr Memo besagte mit anderen Worten, die FAA hatte das Militär lange vor 9.24 Uhr über Flug 77 unterrichtet. Kommissionsmitglied Ben-Veniste kommentierte die Bedeutung dieser Erklärung in der Anhörung und las dieses Memo für die Auszeichnungen vor. Dennoch schrieb die Kommission ihren Abschlussbericht, als ob dieses Memo nicht existierte.

Die Kommission hatte noch ein weiteres Problem. Ganz klar sind an diesem Morgen um 9.30 Kampfflugzeuge von der Langley-Luftwaffenbasis aufgestiegen. NORAD hatte ausgesagt, diese wären nach der Benachrichtigung der Entführung von Flug 77 um 9.24 Uhr losgeschickt worden. Die Kommission behandelte dieses Problem, indem sie einfach NORADs Aussage als „falsch“ bezeichnete (Seite 34). Aber dann müsste die Kommission erklären, warum die Kampfjet aus Langley um 9.30 Uhr gestartet sind. Die Kommission tat dies mit einem neuen Konzept, nämlich „Phantomflug 11“. Das heißt, die Langley-Kampfflugzeuge wurden in Wirklichkeit als Reaktion auf einen falschen Bericht der FAA beordert, der besagte, Flug 11 wäre immer noch in der Luft und flöge in Richtung Washington (26). Der Beweis dieser Behauptung, so wird uns versichert, liefert eine Audiodatei, auf der jemand von der FAA in Boston jemandem bei NEADS von diesem Flug berichtete. Jedoch kann kein Reporter diese Geschichte bestätigen, weil die Kommission „die Quelle dieser falschen FAA-Informationen nicht identifizieren konnte.“ (Seite 26) Aber die Kommission versäumte zu erklären, warum sie angesichts der heutzutage anspruchsvollen Stimm-Identifizierungsverfahren die beiden Personen auf der Aufzeichnung nicht identifizieren konnte.

Der Einschlag ins Pentagon

Ich komme nun zu Problemen des Umgangs der Kommission mit dem Einschlag in das Pentagon.

Die Kommission behauptete, dass niemand bis um etwa 9.36 Uhr wusste, dass ein Flugzeug in Richtung Washington flog, also wenige Minuten, bevor das Flugzeug ins Pentagon einschlug. (Seite 34) Allerdings berichtete Verkehrsminister Norman Mineta von einem Gespräch, dass zeigt, dass Vizepräsident Cheney und andere im Konferenzraum des Bunkers unter dem Weißen Haus mindestens 10 Minuten früher wussten, dass sich ein Flugzeug näherte. Die Kommission behauptete einfach etwas anderes ohne Minetas Bericht zu erwähnen, obwohl er in einer öffentlichen Zeugenaussage vor der Kommission stattfand.

Die Kommission schaffte es auch nicht, sich mit vielen Problemen der Behauptung zu beschäftigen, dass das Flugzeug, das im Pentagon einschlug, Flug 77 mit Hani Hanjour als Pilot war.

Zum Beispiel flog das Flugzeug, um den Westflügel zu treffen, Berichten zufolge eine Abwärtsspirale, die selbst für einen ausgezeichneten Piloten schwierig gewesen wäre – Hanjour war aber als schrecklicher Pilot bekannt. Die Kommission behandelte dieses Problem, indem sie Hanjours Defizite auf einigen Seiten (Seite 225-226 und 242) zugab, aber an anderer Stelle behauptete, ihm wäre diese Aufgabe übergeben worden, weil er „der erfahrenste Pilot der Operation war (Seite 530 Anmerkung 147).

Die Kommission hat auch nicht darauf hinweisen, dass der Westflügel die letzte Wahl wäre, wenn Terroristen maximale Todeszahlen und Zerstörung verursachen wollten: er war zuvor verstärkt worden, so dass der Schaden geringer war als bei einem Einschlag an anderer Stelle; er wurde gerade renoviert, so dass relativ wenige Menschen umkamen; der Verteidigungsminister und alle Spitzenmilitärs, die die Terroristen vermutlich töten wollten, befanden sich im Ostflügel, so weit wie möglich vom Westflügel entfernt.

Die Kommission hat auch mehrere Faktoren nicht erörtert, durch die einige Kritiker zum Schluss kamen, dass das Fluggerät, das im Pentagon einschlug, nicht einmal eine Boeing 757 war. Diese Kontroverse könnte einfach durch die beschlagnahmten Videos der Überwachungskameras im nahe gelegenen Sheraton-Hotel und der Citgo-Tankstelle auf der anderen Seite der Schnellstraße geklärt werden. Allerdings forderte die Kommission nicht ihre Herausgabe und erwähnte nicht einmal ihre Existenz.

Schließlich behauptete die Kommission, die al-Qaida-Entführer hatten kein Atomkraftwerk angegriffen, weil sie befürchteten, ihr Flugzeug würde von einem Luftabwehr-System abgeschossen. (Seite 36) Dabei erörterte die Kommission nicht, ob das Pentagon einige dieser Schutzsysteme hatte, die normalerweise alle Flugzeuge ohne US-Militär-Transponder abschießen würden.

Flug 93

Es gibt auch viele schwerwiegende Auslassungen und Falschdarstellungen im Umgang der Kommission mit Flug 93.

Unter anderem wurde Beweise dafür weggelassen, dass Flug 93 von unserem eigenen Militär abgeschossen wurde.

Die Kommission behandelte diese Frage nur indirekt – indem sie eine weitere neue Zeitleiste konstruierte, nach der das Militär erst von der Entführung von Flug 93 nach seinem Absturz erfuhr. Diese Behauptung erforderte jedoch wieder einmal, Laura Browns Memo zu ignorieren.

Die Kommission behauptete ferner, das Militär konnte nicht durch die von Richard Clarke organisierte Videokonferenz des Weißen Hauses von Flug 93 erfahren haben, weil an ihr nicht „die richtigen Spitzenleute der FAA und des Verteidigungsministeriums“ teilnahmen (Seite 37). Allerdings stellt Clarkes Buch Against All Enemies fest, dass die FAA durch ihre Leiterin Jane Garvey vertreten wurde und das Verteidigungsministerium durch Verteidigungsminister Rumsfeld und General Richard Myers, den damals amtierenden Vorsitzenden der Vereinigten Stabschefs. Dies waren sicherlich die „richtigen Leute“. Darüber hinaus erwähnte Clarke, dass auf Garveys Liste der potenziellen Entführungen, die sie Myers, Rumsfeld und anderen vorlas, „United 93 über Pennsylvania“ auftauchte.

Die Kommission behauptete außerdem, sie habe „nicht gewusst, wer vom Verteidigungsministerium an Clarkes Videokonferenz teilnahm.“ (Seite 36) Diese unglaubhafte Aussage hat vielleicht etwas mit der Tatsache zu tun, dass Myers behauptete, er hätte sich an diesem Morgen auf dem Capitol Hill befunden, genau zu dem Zeitpunkt, zu dem er nach Clarkes Buch im Pentagon an der Videokonferenz im Weißen Haus teilnahm. Die Kommission stimmte einfach Myers’ Behauptung zu (Seite 463 Anmerkung 199) und verwies nicht auf den Konflikt mit Clarkes Darstellung.

Jedenfalls behauptete die neue Zeitleiste der Kommission auch, dass der Abschussbefehl nicht vor 10.10 Uhr von Cheney erteilt wurde (Seite 237-238), also sieben oder mehr Minuten, nachdem Flug 93 abgestürzt war, und dass der Befehl nicht vor 10.25 Uhr bei Richard Clarke ankam. (Seite 37) Die Kommission ließ dabei die Tatsache unerwähnt, dass Clarke selbst feststellt, er habe den Befehl um etwa 9.50 Uhr erhalten.

Die Kommission erwähnt auch nicht, dass Colonel Marr von NEADS nach Angaben von ABC News den Abschussbefehl erhielt und Kampfpiloten die Zerstörung des Flugzeugs mit folgenden Worten befahl: „Es wird Flug United Airlines 93 nicht erlaubt, Washington, D.C. zu erreichen.“ Die Kommission hat ebenfalls nicht erwähnt, dass CBS News und sogar Paul Wolfowitz, der stellvertretende Verteidigungsminister, berichteten, Kampfflugzeuge seien auf der Jagd nach Flug 93 gewesen.

Ein weiterer Teil der neuen Zeitleiste der Kommission ist die Behauptung, der Vizepräsident sei nicht vor „kurz vor 10.00 Uhr“ im Konferenzraum des Bunkers angekommen. (Seite 40) Bei dieser Behauptung musste die Kommission jedoch viele frühere Berichte ignorieren, darunter Norman Minetas Aussage, die er vor der Kommission selbst machte, dass Cheney bereits die Verantwortung im Bunker hatte, als Mineta um 9.20 Uhr unten ankam.

Das Verhalten des Secret Service gegenüber dem Präsidenten

Ich komme damit zum Schluss, wie die Kommission das Verhalten der Secret Service-Agenten gegenüber Präsident Bush behandelte. Der Präsident befand sich in einem Klassenzimmer in Sarasota, als das zweite Flugzeug in das World Trade Center einschlug – ein eindeutiger Beweis, dass Terroristen mit entführten Passagierflugzeugen hochwertige Ziele angriffen. Es gab kein höherwertiges Ziel als den Präsidenten und sein Aufenthaltsort war weithin bekannt. Das Protokoll des Secret Service verlangte von den Agenten, den Präsidenten schnellstens an einen vorherbestimmten, sicheren Ort zu bringen. Trotzdem erlaubten sie ihm noch eine halbe Stunde in der Schule zu bleiben und sogar noch eine Fernsehrede an die Nation zu halten, womit er alle Terroristen wissen ließ, dass er immer noch dort war. Der einzige Kommentar der 9/11-Kommission über diesen bemerkenswerten Vorfall war der Bericht, dass „der Secret Service uns sagte, … es sei für sie nicht zwingend gewesen, dass der Präsidenten aus der Tür rennt.“ Der anscheinende Schluss aus diesem Verhaltens der Secret Service-Agenten – dass sie wussten, dass der Präsident kein Ziel war – wurde von der Kommission nicht erwähnt, wie all die anderen Hinweise auf eine offizielle Tatbeteiligung an den Anschlägen.

Dies ist ein Teil der Beweise, die mich zu dem Schluss geführt hat, dass der Bericht der 9/11-Kommission eine 571-seitige Lüge ist.

© Peace Press, 2010 (deutsche Übersetzung)
Übersetzung: Oliver Bommer, Peace Press

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Published March 23, 2005