9. Kapitel: Ist die Tatbeteiligung von US-Beamten die beste Erklärung für den 11. September?

Das neue Pearl Harbor - Band 1
Beunruhigende Fragen zur Bush-Regierung und zum 11. September

Teil 3: Die größeren Zusammenhänge

9. Kapitel

Ist die Tatbeteiligung von US-Beamten die beste Erklärung für den 11. September?

Kritiker der offiziellen Version des 11. September glauben, daß diese Version, gemäß dem englischen Titel von Meyssans erstem Buch, »eine große Lüge« ist. Zumindest die meisten dieser Kritiker sind ebenfalls Revisionisten bezüglich der Geschehnisse des 11. September, die – in Ahmeds Worten – glauben, daß »die beste Erklärung für [die aktenkundigen Beweise] direkt auf eine amerikanische Verantwortung für die Ereignisse des 11. September 2001 weist.«1 Nun ist die wichtigste Frage für das amerikanische Volk, ob wir die Gesamtargumentation für diese alternative Schlußfolgerung für überzeugend genug – oder zumindest beunruhigend genug – halten, um eine umfassende Untersuchung der verschiedenen Überlegungen, die sie stützen, in Angriff zu nehmen.

Wer profitiert?

Im Zentrum dieser Überlegungen steht die Tatsache, daß sich aus den Anschlägen des 11. September enorme Vorteile für Institutionen ergaben, die von Kritikern der offiziellen Version verdächtigt werden, Mitschuld an diesen Anschlägen zu tragen. Ahmed beginnt die Erörterung dieser Frage mit einem Zitat des Investigativjournalisten Patrick Martin:

Bei der Untersuchung jedes Verbrechens muß eine zentrale Frage lauten: »Wer profitiert?« Die Hauptnutznießer der Zerstörung des World Trade Center sitzen in den Vereinigten Staaten: die Bush-Regierung, das Pentagon, die CIA und das FBI, die Waffenindustrie, die Ölindustrie. Es ist vernünftig zu fragen, ob diejenigen, die in einem solchen Ausmaß von dieser Tragödie profitiert haben, nicht dazu beigetragen haben, sie herbeizuführen.2

Um eines dieser Beispiele zu konkretisieren: der CIA-Direktor George Tenet wollte die Genehmigung und Finanzierung für einen Plan, um verdeckte Operationen auf der ganzen Welt auszuweiten. Tenets Plan, der als »Worldwide Attack Matrix« bezeichnet wird, so berichtete Bob Woodward, »beschrieb verdeckte Operationen in 80 Ländern, die entweder bereits im Gange waren oder die er jetzt empfahl.« Vier Tage nach dem 11. September erhielt Tenet die Genehmigung bei einem Treffen in Camp David.3 Kurz danach, betont Meyssan, »seien die Mittel der Behörde um 42 Prozent erhöht worden, um die ›Worldwide Attack Matrix‹ erfolgreich durchzuführen.«4

Im Hinblick auf das Pentagon und die Rüstungsindustrie: Nachdem der Präsident beteuert hatte, daß die Leistungsfähigkeit des US-Militärs ausreichend erhöht würde, um diesen neuen Krieg zu gewinnen, »was auch immer er kostet«, war er in der Lage, den stärksten Zuwachs der Militärausgaben seit dem Ende des Kalten Krieges durchzusetzen. Ohne den 11. September wäre eine derartige Erhöhung höchst unwahrscheinlich gewesen. Wie Phyllis Bennis betont: »Alleine die zusätzlichen 48 Milliarden Dollar für den Pentagon-Haushalt, die von der Bush-Regierung im Januar 2002 beantragt wurden, sind mehr Geld als jedes andere Land für sein Militär ausgibt.«5 In einer ruhigeren Atmosphäre hätte der Kongreß, anders ausgedrückt, möglicherweise beschlossen, daß wir bereits mehr als genug ausgeben.

Die Anschläge des 11. September ermöglichten insbesondere wesentlich höhere Ausgaben für die Space Force, für die sich Donald Rumsfeld und die Generäle Eberhart und Myers einsetzten. Für diese Herren mag die neue Unterstützung für das »Raketenabwehrsystem« der wichtigste Nutzen des 11. September gewesen sein. Während eine Gallup-Umfrage im Juli 2001 zeigte, daß nur 53 Prozent der Bevölkerung dieses System unterstützten, zeigt eine am 21. Oktober veröffentlichte Umfrage, daß die Unterstützung auf 70 Prozent gesprungen war.6

Im Hinblick auf Vorteile für die Bush-Regierung als solche erinnert uns Ahmed daran, daß diese vor dem 11. September weithin als in einer Krise befindlich wahrgenommen wurde. Viele Amerikaner glaubten, Bush habe die Präsidentschaft auf betrügerische Weise erlangt; es gab eine wachsende Wirtschaftskrise, sowohl national als auch weltweit; »die Bush-Regierung wurde aufgrund ihrer Außenpolitik zunehmend isolierter … und war folglich nicht in der Lage, Beschlüsse im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen und anderen internationalen Gremien durchzusetzen«; es gab massive »Anti-Globalisierungs«-Demonstrationen; »Bushs Zustimmungswerte – sowohl persönlich als auch politisch – waren dabei abzustürzen.« Daher wäre es wahrscheinlich »extrem schwierig für die Bush-Regierung [geworden], ihre bereits unangenehm knappe Mehrheit im Repräsentantenhaus bei den Zwischenwahlen im Jahre 2002 beizubehalten und »es wäre unmöglich gewesen, in dieser Zeit die strategische und militärische Planung, die in Brzezinskis Buch [The Great Chessboard (Die einzige Weltmacht)] skizziert wird, umzusetzen.«7 Jedoch, »ausgestattet mit der öffentlichen Stimmung aus Schock und Abscheu über die schockierende Tragödie des 11. September, war die Bush-Regierung in der Lage, diese Empfindungen auszunutzen, um lange bestehende globale wirtschaftliche und strategische Ziele voranzutreiben« und »die vorherige Legitimitätskrise abzuwenden, mit der sie zuvor konfrontiert war.«8

Im Hinblick auf die Umsetzung ihrer strategischen und militärischen Pläne schienen die Bush-Regierung und ihre Berater gut vorbereitet zu sein, um diesen Angriff von nicht-staatlichen Terroristen als Grundlage für einen Krieg gegen Staaten zu nutzen, die auf ihrer Angriffsliste standen. In seiner Rede an die Nation am Abend des 11. September sagte Präsident Bush: »Wir werden keine Unterscheidung zwischen den Terroristen machen, die diese Taten begangen haben, und denjenigen, die ihnen Zuflucht gewähren.« Sobald der Präsident seine Rede beendet hatte, hatte Henry Kissinger, wie in der Einleitung erwähnt, einen Kommentar parat, um ihn im Internet zu veröffentlichen. Darin unterstützte er Bushs Haltung, »keine Unterscheidung zu machen«:

Die Regierung sollte mit einer systematischen Reaktion beauftragt werden, von der man hofft, daß sie in der Art enden wird, wie der Angriff auf Pearl Harbor endete – mit der Zerstörung des Systems, das dafür verantwortlich ist. Dieses System ist ein Netzwerk terroristischer Organisationen, die Unterschlupf in Hauptstädten einiger Staaten haben. … Jede Regierung, die Gruppen Unterschlupf gewährt, die imstande sind, diese Art von Angriff [durchzuführen], ob man nachweisen kann oder nicht, daß sie an diesem Anschlag beteiligt waren, müssen einen exorbitanten Preis zahlen.9

Eine Woche später argumentierte Richard Perle gleichermaßen in einem Leitartikel mit dem Titel »State Sponsors of Terrorism Should Be Wiped Out Too« (Staatliche Unterstützer des Terrorismus sollten ebenso ausgerottet werden):

Diejenigen Länder, die Terroristen beherbergen – die die Möglichkeiten bieten, unschuldige Zivilisten zu zerstören – müssen selbst zerstört werden. Der Krieg gegen den Terrorismus ist der Krieg gegen diese Regime.10

Es scheint, als wären die Regierung und ihre Berater darauf vorbereitet gewesen, sofort mit dieser Botschaft loszulegen.

Und es funktionierte. Nachdem der Präsident seine Absicht ankündigte, zur Unterstützung von Amerikas weltweitem Krieg gegen den Terrorismus »die Welt um sich zu scharen«, schrieb Phyllis Bennis:

Die Führer der Welt und die Regierungen der Welt erhoben keinen Widerspruch. Im Gegenteil. Vor dem 11. September kam Empörung unter französischen Intellektuellen auf, ob sich die US-Hypermacht wie der Herrscher eines Imperiums verhielt. Vor dem 11. September erhob Rußland hörbar Einspruch gegen die Drohungen der USA, den ABM-Vertrag aufzuheben. Vor dem 11. September hatten Europäer und andere Länder mit vorsichtigen Bemühungen begonnen, Washingtons Mangel an Verantwortung gegenüber der internationalen Gemeinschaft zu bestrafen. … Aber um 10 Uhr an jenem September-Dienstag kamen all diese bereits zögerlichen Schritte zu einem abrupten Halt. Stattdessen jubelten Regierungen und ein Großteil der Welt leistete Beistand, als die USA die Rechte eines Imperiums durchsetzten.11

Im Hinblick auf die geplante Operation in Afghanistan im besonderen beobachtet Meyssan: »Die Anschläge des 11. September erlaubten etwas, das nichts anderes war als eine klassische Kolonialexpedition, getarnt als eine legitime Operation.«12

Die Tatsache, daß diese Tragödie dem Land eine enorme Gelegenheit für die Regierung lieferte, wurde allgemein verstanden. Beispielsweise schrieb John Pilger, daß »die Anschläge des 11. September 2001 das ›neue Pearl Harbor‹ lieferten«, und fügte hinzu, daß diese Anschläge »als ›die Gelegenheit des Jahrhunderts‹ beschrieben wurden.«13 Die Bush-Regierung selbst beschrieb die Anschläge in diesen Worten. In der Sitzung des Nationalen Sicherheitsrats in der Nacht des 11. September sagte Präsident Bush Berichten zufolge, die Anschläge böten »eine großartige Gelegenheit«.14 Einen Monat später sagte Donald Rumsfeld gegenüber der New York Times, daß der 11. September »die Art von Gelegenheit« schuf, »die der Zweite Weltkrieg bot, um die Welt umzugestalten.«15 Condoleezza Rice wies hochrangige Mitglieder des Nationalen Sicherheitsrats an, »darüber nachzudenken, ›wie man aus diesen Gelegenheiten Nutzen zieht.‹«16 Dieser Punkt wurde sogar in die Nationale Sicherheitsstrategie der Vereinigten Staaten von Amerika aufgenommen, die die Bush-Regierung im September 2002 veröffentlichte. »Die Ereignisse des 11. September 2001«, erklärte sie freimütig, »eröffnen gewaltige, neue Gelegenheiten.«17

»Immer wieder«, beobachtet Pilger, »wird der 11. September als ›Gelegenheit‹ beschrieben.« Zu der durch die Anschläge entstandenen Gelegenheit nahmen auch viele andere Stellung. Ein Bericht im US News and World Report schrieb:

Dann kam der 11. September. Weltweite Abscheu und das gemeinsame Gefühl der Bedrohung gaben Washington eine einmal-in-einer-Generation-Gelegenheit, die internationale Politik drastisch zu ändern. Zehn Tage nach den Anschlägen katalogisierten Experten des Außenministeriums für [Colin] Powell ein Dutzend »Lichtblicke«.18

Walden Bello, einer der wichtigsten Dritte-Welt-Kritiker der US-geführten Weltwirtschaft schrieb ebenso:

Die al-Qaida-New York-Mission war das bestmögliche Geschenk an die USA und das globale Establishment. … Was die Krise der politischen Führung in den USA betrifft, hat der 11. September George W. Bush von einem Minderheitspräsidenten, dessen Partei die Kontrolle über den Senat verlor, zu dem wohl mächtigsten US-Präsidenten der jüngsten Zeit verwandelt.19

Eine Aussage von Karen Talbot, Direktorin des International Center for Peace and Justice, läßt vermuten, daß sie Brzezinskis Buch gelesen hat:

Die Terroranschläge des 11. September haben den USA eine qualitativ neue Gelegenheit geliefert, insbesondere auf Seiten der riesigen Öl-Firmen zu handeln, um ihr Militär dauerhaft in den ehemaligen Sowjetrepubliken Zentralasiens und in Transkaukasien zu verankern, wo es gewaltige Erdölreserven gibt – die zweitgrößten der Welt. Der Weg ist nun offen, Öl- und Gaspipeline-Projekte durch Afghanistan und Pakistan wieder in Schwung zu bringen. … Der große Lohn für die USA ist die goldene Gelegenheit, eine ständige militärische Präsenz im ölreichen Zentralasien zu etablieren.20

Der bekannte politische Kommentator William Pfaff schrieb:

Es kommt vielen Amerikanern und anderen vor, als ob die Vereinigten Staaten möglicherweise bereits der Kopf einer modernen Version eines universalen Imperiums sind. … Die fundamentale Frage der nächsten zwei bis drei Jahrzehnte wird unweigerlich sein, wie die Vereinigten Staaten ihre erstaunliche Machtfülle anwenden, die sie nun ausübt. Vor dem 11. September fehlte dem Land … der politische Wille, sich selbst durchzusetzen. Der 11. September lieferte diesen Willen.21

Nafeez Ahmed zitiert eine Aussage des Sozialphilosophes John McMurtry, der diese Argumentation zusammenfaßt:

Das forensische Prinzip des »Wer profitiert am meisten vom Verbrechen?« weist eindeutig in Richtung der Bush-Regierung. Man wäre naiv zu glauben, daß die Bush Jr.-Fraktion und ihre Hintermänner in der Öl- und Militärindustrie und an der Wall Street … nicht astronomisch von dieser Massenmord-Explosion profitieren. Wenn es eine Wunschliste gab, so wurde sie vollständig durch diese betäubende Wendung der Ereignisse erfüllt. Die Amerikaner werden von einer frei fallenden Wirtschaft abgelenkt, um einen weiteren ausländischen Satan anzugreifen, während die Popularität des Bush-Regimes steigt. Das Militär, die CIA und jeder satellitenbewaffnete Sicherheitsapparat besitzen mehr Geld und Macht als je zuvor und sie werden gegenüber Zivilisten so dominierend, wie sie nur können, in »der völlig neuen Ära«, die bereits vom Weißen Haus verkündet wurde.22

Dementsprechend gibt es gemäß dem Prinzip, daß im allgemeinen bei Verbrechen diejenigen die Hauptverdächtigen sein sollten, die den größten Nutzen aus ihnen ziehen, einen starken Verdachtsfall für die Annahme, daß die Bush-Regierung an diesem bestimmten Verbrechen beteiligt war. Oder, um Patrick Martins vorsichtige Formulierung zu wiederholen: » Es ist vernünftig zu fragen, ob diejenigen, die in einem solchen Ausmaß von dieser Tragödie profitiert haben, nicht dazu beigetragen haben, sie herbeizuführen.«

Nachdem Nafeez Ahmed gemeinsam mit anderen argumentierte, daß das Prinzip »Wer profitiert am meisten?« uns zum Verdacht auf eine Tatbeteiligung der Bush-Regierung führen sollte, faßt er seine Beweise für diesen Verdacht zusammen.

Die Beweise für eine offizielle Tatbeteiligung: eine Zusammenfassung

Nafeez Ahmeds Zusammenfassung seiner Beweise,23 welche um Argumente von Chossudovsky, Thompson, Meyssan und anderen Forschern ergänzt wurden, umfaßt die folgenden Elemente:

1. Beweise, daß die Kriege in Afghanistan und im Irak aus geopolitischen Gründen bereits geplant waren, so daß der 11. September nicht die Ursache für die Kriege war, sondern lediglich der Vorwand.

2. Beweise, daß Männern mit Verbindungen zu al-Qaida die Einreise in den Vereinigten Staaten gestattet wurde, trotz Vorschriften, die sie nicht hätten einreisen lassen dürfen.

3. Beweise, daß Männern mit Verbindungen zu al-Qaida gestattet wurde, in US-Flugschulen zu trainieren.

4. Beweise, daß die Anschläge des 11. September nicht hätten gelingen können, ohne daß es einen Befehl von höchster Regierungsebene gab, die normalen Handlungsprozeduren als Reaktion auf Entführungen außer Kraft zu setzen.

5. Beweise, daß politische und militärische Führungspersonen der USA irreführende und sogar falsche Aussagen zu ihrer Reaktion auf die Entführungen gemacht haben.

6. Beweise im speziellen, daß die derzeit akzeptierte offizielle Darstellung, laut der Kampfflugzeuge zwar losgeschickt wurden, aber zu spät ankamen, einige Tage nach dem 11. September erfunden wurde.

7. Beweise, daß die WTC-Gebäude mit Hilfe von Sprengstoffen zum Einsturz gebracht wurden, so daß die Mitwirkung der US-Regierung an der Verhinderung einer angemessenen Untersuchung der Trümmer, vor allem des Stahls, einen Beweis für die Mitwirkung an einer Vertuschung darstellt.

8. Beweise, daß jemand mit Befehlsgewalt sicherstellen wollte, daß es Todesfälle bei den Anschlägen auf den zweiten WTC-Turm und das Pentagon geben würde, indem sie diese Gebäude nicht evakuieren ließen.

9. Beweise, daß das, was das Pentagon getroffen hat, keine Boeing 757 war, sondern ein viel kleineres Fluggerät, und, im speziellen, ein kleines militärisches Fluggerät war.

10. Beweise, daß Flug 93 abgeschossen wurde, nachdem die Behörden erfahren hatten, daß die Passagiere dabei wären, die Kontrolle zu übernehmen.

11. Beweise, daß Verteidigungsminister Rumsfeld Vorwissen zu zwei der Anschläge preisgab.

12. Beweise, daß Präsident Bush am 11. September seine Unwissenheit über das Stattfinden und die Ernsthaftigkeit der Anschläge vortäuschte.

13. Beweise, daß Präsident Bush und sein Secret Service am 11. September wußten, daß er kein Anschlagsziel sein würde.

14. Beweise, daß das FBI mindestens einen Monat im voraus spezifisches Wissen zum Zeitpunkt und den Zielen der Anschläge besaß.

15. Beweise, daß die CIA und weitere Geheimdienste aufgrund der kurz vor dem 11. September gekauften Put-Optionen sehr spezifisches Vorwissen der Anschläge gehabt hätten.

16. Beweise, daß die Bush-Regierung log, als sie behauptete, sie hätte keine spezifischen Warnungen vor den Anschlägen erhalten.

17. Beweise, daß das FBI und andere Bundesbehörden vor dem 11. September Ermittlungen verhinderten, die den Plan hätten aufdecken können.

18. Beweise, daß US-Beamte sich darum bemühten, Beweise für die Beteiligung des pakistanischen ISI an der Planung des 11. September geheim zu halten.

19. Beweise, daß US-Beamte sich darum bemühten, die Anwesenheit des ISI-Chefs in Washington in der Woche des 11. September geheim zu halten.

20. Beweise, daß das FBI und weitere Bundesbehörden nach den Anschlägen Ermittlungen blockierten, die die wahren Täter hätten aufdecken können.

21. Beweise, daß die Vereinigten Staaten sich nicht wirklich bemühten, weder vor noch nach den Anschlägen, Osama bin Laden zu töten oder gefangen zu nehmen.

22. Beweise, daß sich zentrale Figuren der Bush-Regierung ein »neues Pearl Harbor« ersehnten, weil es verschiedene Vorteile bringen würde.

23. Beweise für ein Motiv aufgrund der vorhersehbaren Vorteile, die die Bush-Regierung durch dieses Ereignis erlangte, das von Bush selbst als »Pearl Harbor des 21. Jahrhunderts« bezeichnet wurde.

24. Beweise gegen die alternative Erklärung – die Inkompetenztheorie – aufgrund der Tatsache, daß diejenigen, die sich angeblich der Inkompetenz schuldig gemacht hatten, nicht entlassen, sondern in einigen Fällen befördert wurden.

Nachdem Ahmed seine Argumente für eine Tatbeteiligung zusammenfaßt (die viele, aber nicht alle dieser 24 Punkte enthält), fügt er hinzu, daß er nicht vorgibt, einen konkludenten Fall vorzulegen. Vielmehr hält er seine Schlußfolgerungen »lediglich für die besten verfügbaren Schlüsse aufgrund der verfügbaren Fakten, die bisher ausgegraben worden sind.«24

Mögliche Probleme für eine Tatbeteiligungstheorie

Es ist richtig von Nafeez Ahmed, es auf diese Weise zu formulieren, denn es könnte durchaus weitere Tatsachen geben, die die von Kritikern diskutierten Fakten in einem anderen Licht erscheinen lassen. Ebenso könnten auch einige dieser Punkte, die sie als »Fakten« vorgelegt haben, eventuell doch keine Fakten sein. Dies können nur weitere Untersuchungen entscheiden. Darüber hinaus ist die Beurteilung, ob ein Fall aufgrund einiger Thesen »konkludent« ist, immer zum Teil eine subjektive Beurteilung, die von der Voreingenommenheit jener, die die Beurteilung vornehmen, abhängt. Die Frage ist dementsprechend nicht, ob die Argumente für die amtliche Tatbeteiligung – die beste Schlußfolgerung, die sich aus den Texten von Ahmed, Chossudovsky, Meyssan, Thompson und anderen Forscher konstruieren läßt – konkludent sind. Die Frage ist, ob es wahrscheinlich ist, daß sie weithin als konkludent wahrgenommen werden. Und damit dies passiert, könnten Kritiker dieser revisionistischen Theorie durchaus behaupten, daß die Revisionisten mehr tun müssen, als zu zeigen, daß die offizielle Darstellung unglaubwürdig ist. Sie müssen ebenfalls eine alternative Darstellung des Geschehens vorlegen, die auf plausible Weise alle relevanten Fakten, die aktuell zur Verfügung stehen, umfaßt. Darüber hinaus könnten diese Gegen-Kritiker eine alternative Darstellung, soweit sie bereits – zumindest implizit – in den Texten der Revisionisten enthalten ist, einer großen Anzahl an rhetorischen Fragen aussetzen, für die keine einfachen Antworten auf der Hand zu liegen scheinen.

Eine solche Frage könnte beispielsweise sein: Wenn Beamte der Bush-Regierung ein neues Pearl Harbor wollten, warum sollten sie sich genau für die Reihe von Ereignissen, die sich am 11. September zugetragen haben, entscheiden, die eine massive Verschwörung erforderte, die zumindest Angehörige des Weißen Hauses, des Justizministeriums, von FBI, CIA und Pentagon umfaßt. (»Entscheiden« muß hier nicht eine Teilnahme an der Planung der Anschläge implizieren, sondern kann einfach bedeuten, »entscheiden, sie zu ermöglichen.«) Angesichts von Standardprozeduren für den Umgang mit entführten Flugzeugen wären außerdem derart offensichtliche Verletzungen der Standardprozeduren erforderlich gewesen, damit solche Flugzeuge in das WTC und das Pentagon einschlagen konnten, so daß die Verschwörer kaum erwarten konnten, daß dies nicht herausgefunden wird. Sie konnten sicherlich davon ausgehen, daß der Schock der Anschläge und der Ausbruch an unkritischem Patriotismus, der danach folgen würde, ihnen erlauben würde, eine Weile mit diesem Plan davonkommen konnten. Aber wie konnten sie glauben, daß die Absurditäten in ihrer Geschichte nicht letztlich doch zu ihrer Entlarvung führen würden? Warum sollten sie sich einen solch komplexen Plan ausdenken, der solcher Absurditäten bedarf, wenn sie nahezu die gleichen Effekte mit einem einfacheren Trick hätten erreichen können, wie beispielsweise durch einen Anschlag mit chemischen oder biologischen Waffen, der von einer geringen Anzahl von Tätern hätte durchgeführt werden können? Vor allem brauchte das neue Pearl Harbor nicht das Original mit einem Angriff durch Flugzeuge nachzuahmen.

Selbst wenn man darüber hinaus annehmen würde, es gab für die Regierung irgendeinen rationalen Grund, sich für die Art der Anschläge zu entscheiden, wie sie am 11. September stattfanden, warum sollten sie die Entlarvung der Tatsache riskieren, daß der Anschlag auf das WTC ein »Inside Job« war, indem man die Gebäude mit Hilfe von Sprengstoffen einstürzen ließ? War das Sicherstellen von mehreren tausend Toten es wert, dieses zusätzliche Risiko der Entlarvung einzugehen? Und warum sollten sie WTC 7 sprengen, und dadurch die Behauptung unterminieren, daß die Zwillingstürme aufgrund der Flugzeugeinschläge in Kombination mit der Hitze der Treibstoffbrände zusammengebrochen sind?

Selbst wenn man des Argumentes wegen die Verschwörungstheorie der Revisionisten annimmt, gibt es viele Merkmale des nachfolgenden Verhaltens der angeblichen Verschwörer, die eine Inkompetenz unglaublichen Ausmaßes nahelegen. Beispielsweise erforderte es angesichts der Tatsache, daß bis kurz nach dem Einschlag ins Pentagon keine Flugzeuge losgeschickt wurden, offensichtlich einen Befehl, Standardverfahren außer Kraft zu setzen – warum sollten die Verschwörer dann zuerst diese Geschichte erzählen? Und dann, als sie erkannten, daß diese Geschichte sie wahrscheinlich mit hineinziehen würde, warum sollten sie eine zweite, fast genauso absurde Version fabrizieren – mit Flugzeugen von weit entfernten Luftstützpunkten und Flugzeiten, die implizieren, daß diese nur ein paar hundert Kilometer pro Stunde flogen? Warum gab es angesichts der massiven Planung, die die ganze Operation benötigt haben muß, keine sorgfältig formulierte, plausible Vertuschungsgeschichte, die von Anbeginn an von jedem Beteiligten erzählt werden würde?

Darüber hinaus können Kritiker fragen, warum die Verschwörer dann unnötigerweise weitere Zweifel durch Lügen und dümmliche Aussagen hervorrufen sollten? Warum sollten sie beispielsweise suggerieren, es sei eine Anordnung des Präsidenten notwendig, um entführte Flugzeuge abzufangen, wenn selbst der tollpatschigste Reporter das Gegenteil herausfinden kann? Warum sollten sie behaupten, sie hätten keine Vorwarnungen der Anschläge erhalten, wenn die Unrichtigkeit dieser Behauptung sicherlich entdeckt werden würde? Warum sollten sie Präsident Bush so erscheinen lassen, als ob er nicht wüßte, daß das Land (scheinbar) angegriffen wird, wenn allgemein bekannt ist, daß er von solchen Ereignissen unmittelbar informiert würde? Warum sollte der Präsident dann, nachdem er offiziell wußte, daß ein modernes Pearl Harbor stattfindet, auch noch »die Lese-Sache« fortsetzen? Und warum sollte er an seinem der Öffentlichkeit bekannten Aufenthaltsort bleiben, um auf diese Weise scheinbar zu demonstrieren, er und sein Mitarbeiterstab wüßten, daß sich kein Selbstmordkommando auf dem Weg zu ihnen befand? Hätten die Verschwörer nicht ein Szenario orchestriert, das den Secret Service wirklich besorgt hätte erscheinen lassen und der Präsident sich wie ein echter Präsident verhalten hätte? Wenn Cheney, Rumsfeld, Wolfowitz und Libby dieses Ereignis geplant hatten, als ihr Projekt für das Neue Amerikanische Jahrhundert das Dokument aus dem Jahre 2000 erarbeitete, warum hätten sie zulassen sollen, daß etwas in dieses öffentliche Dokument aufgenommen wird, das als eine Aufforderung zu einem »neuen Pearl Harbor« verstanden werden kann und das jedermann nachlesen kann? Und warum sollte Rumsfeld (unter der Annahme, daß der Bericht des Abgeordneten Cox der Wahrheit entspricht) weitere Terroranschläge auf Amerika prognostizieren, kurz vor dem ersten Angriff auf das WTC und erneut kurz vor dem Angriff auf das Pentagon und damit die Grundlage für den Verdacht liefern, daß er Vorwissen zu den Anschlägen und sogar ihrem Zeitpunkt besaß?

Eine weitere Reihe rhetorischer Fragen könnte durch die revisionistische Darstellung des Anschlags auf das Pentagon erhoben werden. Eine solche Frage könnte lauten: Angesichts der wohlbekannten Tatsache, daß das Pentagon von Raketen verteidigt wird, zusammen mit der allgemeineren Annahme, daß es sich um den am besten geschützten Ort der Erde handeln muß, warum sollten die Verschwörer dieses Gebäude als Ziel aufnehmen? Oder, wenn sie die Ziele nicht selbst auswählten, sondern lediglich zuließen, daß sie getroffen werden, warum – unter der Annahme, daß der ursprüngliche Plan ein Anschlag auf das Pentagon mit einem entführten Passagierflugzeug war – hätten die Verschwörer zulassen sollen, daß das Pentagon tatsächlich getroffen wird, zumal ein Abschuß den Beweis liefern würde, daß es ihre Absicht war, sich zu verteidigen? Oder, wenn die Theorie lautet, daß es die ganze Zeit der Plan war, das Pentagon von einem militärischen Fluggerät treffen zu lassen, um dann zu behaupten, es sei eine entführte 757 gewesen, warum sollten sie ein viel kleineres Fluggerät benutzen, möglicherweise eine Rakete mit Flügeln, das viele Menschen sehen würden und das weder ein ausreichend großes Loch im Pentagon noch genügend große sichtbare Metallteile verursachen konnte? (Heutzutage können auch Flugzeugen ohne Pilot fliegen, nicht nur Lenkwaffen.) Oder, wenn die alternative Theorie lautet, daß dieses viel kleinere Fluggerät nur eine Improvisation war, was durch die Tatsache notwendig gemacht wurde, daß Flug 77 unerwartet abstürzte (vielleicht, weil die Passagiere den Entführern Widerstand leisteten), warum gab es keinen besseren Ersatzplan? Oder noch besser, warum ließen die Verschwörer diesen Teil des Plans nicht einfach fallen, statt ein Szenario zu improvisieren, dessen Absurdität sogar von Frankreich aus gesehen werden kann? Warum stellten sie die völlig lächerliche Behauptung auf, daß die Leichen der Opfer noch identifizierbar waren, während sie behaupten, daß das Feuer so heiß war, daß Stahl und Aluminium verdampften? Darüber hinaus stellt sich die Frage, welche plausible Erklärung man für die Rolle Ted Olsons finden kann: Sollen wir glauben, er hätte erfahren, daß seine Frau gerade in einer von seinen Vorgesetzten überwachten Operation umgebracht wurde, und dann bereitwillig log, um ihnen zu helfen? Oder daß die ganze Geschichte ein Schwindel war – daß Barbara Olson in Wirklichkeit nicht umgebracht wurde, was bedeuten würde, sie müßte den Rest ihres Lebens inkognito verbringen? Und warum sollte man eine so unglaubwürdige Geschichte fabrizieren, bei der alle Passagiere aufgefordert werden, zu Hause anzurufen, aber Olson die einzige ist, die es tut? Es hätte sicherlich bessere Möglichkeiten geben können, um den Eindruck zu vermitteln, Flug 77 sei nicht abgestürzt und dann zurück nach Washington geflogen. Schließlich, wenn die Boeing 757, bei der es sich um Flug 77 handelte, irgendwo abstürzte, vielleicht in Ohio oder Kentucky, warum gab es keine Berichte über ihr Auffinden?

Noch mehr rhetorische Fragen würden zweifellos durch die Darstellung von Flug 93, die in der revisionistischen Hypothese implizit enthalten ist, hervorgerufen, gemäß der Regierungsbeamte es abschießen ließen, nachdem ihnen klar wurde, daß die Passagiere die Kontrolle über das Flugzeug erlangen würden. Warum würden beispielsweise die Verschwörer, die sich auf die besten Militär- und CIA-Köpfe mit Erfahrungen bei verdeckten Operationen stützen können, nicht einen besseren Ersatzplan haben, wie dem Installieren einer Bombe, die elektronisch zur Detonation gebracht werden könnte? Warum sollten sie eine Beseitigungsmethode riskieren, die wahrscheinlich derart viele verräterische Spuren hervorbringen würde, vor allem die Sichtungen der Kampfflugzeuge?

Schließlich könnten Kritiker der Tatbeteiligungstheorie glauben, daß die schädlichste rhetorische Frage sich genau aus der Tatsache ergibt, die von Kritikern der Inkompetenztheorie betont wird, nämlich daß keine Bestrafungen bekannt wurden. Wenn der 11. September das Resultat einer Verschwörung war, könnten Kritiker dieser Ansicht fragen, warum gab es keine Sündenböcke? Die offizielle Darstellung beinhaltet, wenn auch nur implizit, die vielleicht umfangreichste Inkompetenztheorie der Welthistorie, da diese Geschichte impliziert, daß unter anderen sowohl FBI-Agenten, FAA-Fluglotsen, NMCC-Beamte, NORAD-Beamte als auch Kampfpiloten eine unglaubliche Inkompetenz offenbarten. Es gäbe potentielle Sündenböcke in Hülle und Fülle, von denen einige wenige hätten geopfert werden können, um die tatsächlichen Verschwörer vor einem Tatverdacht zu schützen. Im Gegensatz zu fast allen früheren Erfahrungen geschah dies jedoch nicht. Tatsächlich ist von allen Personen, die offenkundig grobe Inkompetenz zeigten, wenn die offizielle Darstellung der Wahrheit entspricht, nachweislich nicht eine einzige entlassen oder auch nur offiziell gerügt worden. Einige von ihnen wurden sogar befördert, wodurch sich der Verdacht erhärtet, daß sie handelten, wie ihre Vorgesetzten wünschten. Aber wäre ein solches Verhalten nicht zu arrogant und würde das der Presse nicht zu viel Dummheit oder absichtliche Blindheit zuschreiben, um glaubhaft zu sein? Müssen wir nicht davon ausgehen, daß leitende Figuren in der Bush-Regierung, wenn sie am 11. September beteiligt waren, nicht eine große Show abgezogen hätten, um wenigstens ein paar Leute für ihre grobe Inkompetenz zu bestrafen?

Dies sind zumindest die rhetorischen Fragen, die mir eingefallen sind, als ich versucht habe, imaginär die Tatbeteiligungstheorie auszuarbeiten, die die Kritik an der offiziellen Darstellung implizit mit sich zu bringen scheint. Wenn all diese rhetorischen Fragen gemeinsam betrachtet werden, scheinen wir nicht einfach mit der Wahl zwischen Inkompetenz und Tatbeteiligung konfrontiert zu sein. Vielmehr scheint es die Wahl zwischen einer Theorie zu sein, laut der einerseits Untergebene vorübergehend unglaublich inkompetent wurden, und einer Theorie, laut der andererseits hochrangige Beamte unglaubliche Inkompetenz zeigten, als sie eine Verschwörung fabrizierten. Und diese Inkompetenz »unglaublich« zu nennen, weist darauf hin, daß sie schwer zu glauben ist. Kritiker der Tatbeteiligungstheorie können daher sagen, daß das Akzeptieren dieser Theorie eine exzessive Leichtgläubigkeit erfordert.

Diejenigen, die die Theorie der hochrangigen Verschwörer akzeptieren, könnten sicherlich die scheinbare Inkompetenz dieses Plans mit der Theorie der »großen Lüge« erklären, gemäß der die Massen eher bereit sind, eine große Lüge zu glauben als eine kleine, gerade weil sie sich nicht vorstellen können, daß jemand versuchen würde, mit einer solch verwegenen Geschichte durchzukommen. Gore Vidal sagt beispielsweise: »Es scheint, als ob das Hitler-Team es richtig verstanden hatte, als es um die menschliche Leichtgläubigkeit ging: je größer die Lüge, desto eher wird sie geglaubt.«25 Es ist jedoch unwahrscheinlich, daß diese Erklärung dazu dient, die Zweifel zahlreicher Menschen zu überwinden, daß Beamte, die in höchste politische, geheimdienstliche und militärische Kreise aufgestiegen sind, sich einen Plan mit einer solch offensichtlich unglaubwürdigen Vertuschungsgeschichte ausgedacht hätten.

Mit der Behauptung, daß eine Darstellung der offiziellen Tatbeteiligung schwierig zu konstruieren wäre, die – zumindest auf der Grundlage der derzeit bekannten Tatsachen – weitgehend plausibel wirken könnte, verweise ich einfach auf Ahmeds Eingeständnis, daß er nicht behauptet, eine konkludente Beweisführung vorgelegt zu haben. An diesem Punkt könnten jedoch Ahmed, Chossudovsky, Meyssan, Thompson und andere Kritiker der offiziellen Darstellung ein warnendes Wort einwerfen wollen. Die Tatsache, daß es Fragen gibt, die sie nicht beantworten können, so könnten sie beifügen, sollte nicht so verstanden werden, daß wir einfach vor der Wahl zwischen zwei Hypothesen stehen, die beide gleichermaßen ernsten Fragen unterliegen. Stattdessen beruhen die Fragen, die sie zur offiziellen Darstellung gestellt haben, auf Konflikten zwischen dieser Darstellung und bekannten Tatsachen, während die Fragen, die gerade eben zur Tatbeteiligungstheorie gestellt wurden, rhetorische Fragen sind, die implizieren, daß keine von ihnen beantwortet werden kann. Jedoch können möglicherweise zumindest einige von ihnen beantwortet werden.

Beispielsweise bezüglich der Frage, warum die Anschläge Flugzeuge einbezogen, statt irgendeiner anderen Art von Terroranschlag, die leichter zu bewerkstelligen gewesen wäre, wurde bereits eine Antwort nahegelegt. Wenn eines der Motive für die Anschläge darin lag, Unterstützung für ein Budget von vielen Milliarden Dollar für den Raketenabwehrschild zu gewinnen, mußten die Angriffe aus der Luft kommen, um als »Space Pearl Harbor« wahrgenommen zu werden. Obwohl Anschläge mit chemischen und biologischen Waffen viel einfacher gewesen wären und wesentlich weniger Personen für die Verschwörung benötigt hätten, hätten sie nicht den erwünschten Effekt erzielt.

Im Hinblick auf die Frage, ob es plausibel ist, daß so viele Verschwörer stillgehalten hätten, könnten die Revisionisten antworten, daß Leute, die diese Frage aufwerfen, wahrscheinlich noch nie die Art von Einschüchterung erfahren haben, die auf Strafandrohung oder noch schlimmerem beruht.

Des weiteren könnten die Revisionisten hinzufügen, daß einige der rhetorischen Fragen von der Tatsache abhängen, daß es viele Dinge zum 11. September gibt, die wir bis heute noch nicht wissen. Diese Fragen könnten durch eine umfassende Untersuchung beantwortet werden. Man kann nicht erwarten, daß die Revisionisten – unabhängige Forscher, die nur ein begrenztes Budget und keine Macht haben, Zeugen vorzuladen – alle Fragen ihres Alternativszenarios beantworten können. Meyssan zum Beispiel sagt, daß, obwohl in einigen Fällen die Fakten, die er aufgedeckt hat, das wahre Geschehen erkennen lassen, in anderen Fällen »unsere Fragen für den Moment unbeantwortet bleiben.« Er verweist auf eine Reihe solcher Fragen, die er selber gerne beantwortet hätte: »Was wurde aus Flug American Airlines 77? Sind die Passagiere tot? Falls ja, wer hat sie getötet und warum? Falls nicht, wo sind sie?« Während er voll und ganz eingesteht, daß er noch nicht alle Antworten hat, setzt er dennoch fort, daß »dies kein Grund ist, weiterhin die Lügen zu glauben, die Beamte vorgebracht haben.«26 Mit anderen Worten: Wir bekommen solange kein Bild vom wirklichen Geschehen am 11. September, bis unser Bewußtsein, daß es sich allesamt um Lügen handelt, uns dazu bringt, umfassende Untersuchungen einzufordern.

Die restlichen rhetorischen Fragen legen lediglich nahe, daß man, um die Tatbeteiligungstheorie zu akzeptieren, den Verschwörern einen Grad an Inkompetenz zuschreiben müßte, der unglaublich wäre. Doch es könnte der Wahrheit entsprechen, daß sie tatsächlich schrecklich inkompetent waren. Im Hinblick auf die Besetzung des Iraks ist die Inkompetenz bei den Planungen der Bush-Regierung – bei allem, außer beim ursprünglichen militärischen Sieg und der Sicherung der Ölfelder und des Ölministeriums – zunehmend offensichtlicher geworden. Möglicherweise gab es eine vergleichbare Inkompetenz bei ihrer Planung des 11. September und ihrer Vertuschungsgeschichte. Möglicherweise ist diese Tatsache nur deshalb noch nicht weit genug verbreitet, weil die Massenmedien es versäumt haben, die amerikanische Öffentlichkeit über die vielen Spannungen zwischen der offiziellen Darstellung und den relevanten Fakten zu informieren. Beispielsweise haben die Massenmedien die Öffentlichkeit nicht über das Standardverfahren für das Abfangen entführter Flugzeuge unterrichtet. Sie haben nicht die Tatsache hervorgehoben, daß das, was heutzutage als offizielle Darstellung der Regierung als Reaktion auf die Entführungen gilt, stark von dem abweicht, was in den ersten Tagen nach dem 11. September gesagt wurde. Sie haben nicht die Tatsache hervorgehoben, daß die Erklärungen, warum die Kampfflugzeuge zu spät kamen, um die Anschläge zu verhindern, keinen Sinn ergeben. Noch haben sie die Öffentlichkeit über die vielen physischen Gegebenheiten informiert, die der offiziellen Darstellung des Anschlags auf das Pentagon widersprechen. Sobald diese und weitere relevante Fakten hinlänglich bekannt sind, so können Kritiker der offiziellen Theorie argumentieren, wird allgemein klar, wie der Name von Jared Israels Internetseite es bereits sagt: der Kaiser hat gar keine Kleider an.27

Probleme für eine Zufallstheorie

Etwas noch wichtigeres könnten Kritiker der offiziellen Darstellung betonen: die Ablehnung der Verschwörungstheorie fordert einen hohen Preis. Eine Verschwörungstheorie beruht in der Regel auf der Wahrnehmung eines Musters, plus einer Behauptung, daß die Existenz dieses Muster am besten durch die Annahme erklärt wird, daß es durch die vereinten Bemühungen von zwei oder mehr Personen geschaffen wurde. Um eine bestimmte Verschwörungstheorie dieser Art zurückzuweisen, muß man entweder leugnen, daß das angebliche Muster existiert, oder behaupten, daß das Muster rein zufällig ist. Es wäre schwierig zu leugnen, daß die Kritiker der offiziellen Darstellung ein Muster erkannt haben. Sie haben gezeigt, daß viele ansonsten rätselhafte Ereignisse – vor, während und nach dem 11. September – durch die Theorie erklärt werden können, daß sich hochrangige Beamte der US-Regierung verschworen haben, die Anschläge geschehen zu lassen und diese Tatsache danach zu vertuschen. Angesichts dieses Musters ist der Preis für die Ablehnung dieser Verschwörungstheorie das Akzeptieren einer Zufallstheorie. Und Kritiker der offiziellen Darstellung können hervorheben, daß die Anzahl der Zufälle, die akzeptiert werden müßte, enorm ist. Eine vollständige Liste würde folgende Zufälle beinhalten:

1. Mehrere FAA-Fluglotsen zeigten am 11. September eine extreme Inkompetenz und augenscheinlich ausschließlich an diesem Tag.

2. Die verantwortlichen Beamten sowohl beim NMCC als auch NORAD handelten am 11. September ebenfalls inkompetent und augenscheinlich ausschließlich an diesem Tag.

3. Insbesondere orderten NMCC-NORAD-Beamte, als sie endlich zum Schutz von New York und Washington Kampfflugzeuge losschickten, diese jeweils von weiter entfernten Luftwaffenbasen statt von der Basis McGuire beziehungsweise Andrews.

4. Nach öffentlichen Aussagen, daß die Andrews-Luftwaffenbasis keine Kampfflugzeuge in Alarmbereitschaft hatte, um Washington zu beschützen, wurde ihre Internetseite geändert, die ursprünglich erklärt hatte, daß sich dort ständig zahlreiche Kampfflugzeuge in Bereitschaft befinden.

5. Mehrere Piloten, die normalerweise in weniger als drei Minuten in der Luft sind und auf Höchstgeschwindigkeit kommen, benötigten am 11. September alle erheblich längere Zeit dafür.

6. Die gleichen Piloten, deren Flugzeuge in der Lage sind, etwa 2400 bis 3000 Kilometer pro Stunde (1500 bis 1850 mph) zu fliegen, konnten alle an diesem Tag ihre Flugzeuge nachweislich dazu zu bringen, lediglich mit 500 bis 1100 Kilometer pro Stunde (300 bis 700 mph) zu fliegen.

7. Der Zusammenbruch der World Trade Center-Gebäude – neben der Tatsache, daß dieser fast im freien Fall geschah – zeigte weitere Merkmale einer kontrollierten Sprengung: das Erzeugen von flüssigem Stahl, seismischen Erschütterungen und feinem Staub.

8. Sowohl die Videobeweise als auch die physischen Belege, die eine kontrollierte Sprengung als Ursache für den Zusammenbruch der Zwillingstürme nahelegen, bestehen neben Zeugenaussagen von Personen, die sich in diesen Gebäuden befanden, die die Auswirkungen von Explosionen hörten, fühlten und sahen.

9. Die Zusammenbrüche sowohl von WTC 1 und WTC 2 als auch dem Zusammenbruch von WTC 7 besaßen einige gemeinsame Merkmale, wobei der Zusammenbruch von WTC 7 nicht auf den Einschlag und das Kerosin eines Flugzeugs zurückgeführt werden kann.

10. Sowohl der Nordturm als auch der Südturm kollabierten gerade dann, als ihre Brände jeweils nachließen, obwohl das bedeutete, daß der Südturm, der als zweiter getroffen wurde, als erster zusammenbrach.

11. Regierungsbehörden ließen die Trümmer der eingestüzten WTC-Gebäude, einschließlich des Stahls, ohne Untersuchung entfernen, was zu erwarten wäre, wenn die Regierung verhindern wollte, daß Beweise für Sprengstoffe entdeckt werden.

12. Physische Beweise, die darauf hinweisen, daß das, was das Pentagon getroffen hat, keine Boeing 757 gewesen sein konnte, bestehen neben den Aussagen mehrerer Zeugen, daß das Fluggerät, das das Pentagon getroffen hat, weitaus kleiner als eine 757 war.

13. Diese Beweise zu dem Fluggerät, das das Pentagon getroffen hat, existiert neben Berichten, daß Flug 77 in Kentucky oder Ohio abstürzte.

14. Diese Beweise bestehen neben der Tatsache, daß der einzige Beweis, daß Flug 77 nicht abgestürzt ist, von einem Staatsanwalt kommt, der in enger Verbindung zur Bush-Regierung steht.

15. Beweise, daß Flug 77 nicht in die Richtung von Washington zurückflog, um das Pentagon zu treffen, bestehen neben der Tatsache, daß, als die Mitschriften der Flugsicherung veröffentlicht wurden, die letzten 20 Minuten fehlten.

16. Die Tatsache, daß das Fluggerät das Pentagon erst nach der Ausführung eines sehr schwierigen Manövers traf, besteht neben der Tatsache, daß es einen Teil des Pentagons traf, in dem sich, neben der Tatsache, daß sich darin keine seiner Führungspersonen befanden, es derjenige Teil war, bei dem der Einschlag am wenigsten Tote und Zerstörungen verursachen würde.

17. Am selben Tag, an dem Kampfflugzeuge nicht in der Lage waren, das Pentagon vor einem Angriff durch ein einzelnes Flugzeug zu schützen, versagten ebenso die Raketen, die normalerweise das Pentagon schützen.

18. Geräusche von Mobiltelefonen im Inneren von Flug 93, die darauf hindeuten, daß das Flugzeug von einer Rakete getroffen wurde, passen zu zahlreichen Berichten von Zeugen am Boden über die entsprechenden Auswirkungen.

19. Diese Beweise, daß Flug 93 abgeschossen wurde, bestehen neben Berichten sowohl von zivilen als auch militärischen Führungspersonen, daß es die Absicht gab, dieses Flugzeug abzuschießen.

20. Das einzige Flugzeug, das offenbar abgeschossen wurde, nämlich Flug 93, war das einzige, bei dem Passagiere scheinbar dabei waren, die Kontrolle zu übernehmen.

21. Die Beweise, daß Flug 93 abgeschossen wurde, als die Passagiere dabei waren, die Kontrolle zu übernehmen, bestehen neben der Tatsache, daß die Mitschrift der Flugsicherung nicht veröffentlicht wurde.

22. Dieser Zufall besteht neben der Tatsache, daß bei der Veröffentlichung der Cockpit-Aufnahmen von Flug 93 die letzten drei Minuten fehlten.

23. Beweise, die zeigen, daß die US-Regierung weit mehr spezifische Beweise zu dem hatte, was sich am 11. September ereignen würde, als sie zugab, bestehen neben Beweisen, daß sie die Ermittlungen, die möglicherweise die Anschläge hätten verhindern können, aktiv blockierten.

24. Berichte über Behinderungen von FBI-Agenten in Minneapolis bestehen neben ähnlichen Berichten aus Chicago und New York.

25. Berichte über derartige Behinderungen vor dem 11. September bestehen neben Berichten, daß Ermittlungen nach dem 11. September ebenfalls behindert wurden.

26. Diese Berichte über Behinderungen bestehen neben mehreren Berichten, die nahelegen, daß die US-Regierung nicht wirklich versuchte, Osama bin Laden vor oder nach dem 11. September zu fangen oder zu töten, mit dem Ergebnis, daß mehrere Personen unabhängig voneinander nahelegen, die US-Regierung müsse für bin Laden arbeiten – oder umgekehrt.

27. All diese Berichte bestehen neben Berichten, daß Entführer trotz bekannter Terroristenverbindungen oder Visaverstößen ins Land gelassen wurden.

28. Diese Berichte über Verstöße von Einwanderungsbestimmungen bestehen neben Beweisen, daß einige der gleichen Männer an US-Flugschulen und einige auf Militärbasen trainieren durften.

29. Diese Beweise für Training an verschiedenen Flugschulen bestehen neben Berichten, daß US-Beamte versuchten, diese Beweise zu verheimlichen.

30. Die traumatischen Ereignisse des 11. September fanden nur ein Jahr nach der Veröffentlichung eines Dokuments des Projekts für das Neue Amerikanische Jahrhundert statt – einer Organisation, deren Gründer einige Männer einschließt, die zentrale Figuren der Bush-Regierung wurden – das sich auf Vorteile bezieht, die aus »einem neuen Pearl Harbor« resultieren könnten.

31. Von der »vereinigenden Pearl Harbor-artigen geballten amerikanischen Wut«, die die Anschläge des 11. September erzeugten, profitierte die Bush-Regierung in vielerlei Hinsicht.

32. Ein glaubwürdiger Bericht, der besagt, daß mehrere Sprecher der Bush-Regierung zuvor angekündigt hatten, daß die US-Regierung einen Krieg gegen Afghanistan plante, der vor Mitte Oktober beginnen würde, besteht neben der Tatsache, daß die Anschläge des 11. September, dadurch daß sie an diesem Datum stattfanden, den US-Streitkräften genügend Vorbereitungszeit gaben, um Afghanistan am 7. Oktober anzugreifen.

33. Ahmad Masood, dessen weitere Existenz den US-Plänen in Afghanistan Probleme bereitet hätte, wurde Berichten zufolge von ISI-Agenten ermordet, kurz nachdem der ISI-Chef, General Mahmoud Ahmad, sich für mehrere Tage mit dem CIA-Direktor in Washington getroffen hatte.

34. In der Version des Weißen Hauses der Aufnahme von Condoleezza Rice' Pressekonferenz am 16. Mai ist der einzige Teil, der nicht hörbar war, der Abschnitt, in dem die fragliche Person, die erwähntermaßen am 11. September in Washington war, als »der ISI-Chef« identifiziert wurde.

35. Beweise für offizielle Bemühungen, General Ahmads Präsenz in Washington zu verheimlichen, bestehen neben Beweisen, daß nach dem Bekanntwerden seines Befehls, 100.000 Dollar an Mohamed Atta zu überweisen, Führungspersonen der USA Druck auf den ISI ausübten, um ihn stillschweigend seines Postens zu entheben.

36. Beweise für diese Versuche, General Ahmads Beteiligung an den Anschlägen des 11. September zu verheimlichen, existieren neben Beweisen, daß das FBI und andere Bundesbehörden die Tatsache verschleiern wollten, daß Saeed Sheikh, der Mann, der das Geld an Atta überwiesen hat, ein ISI-Agent war.

37. Die Tatsache, daß Agenten im FBI-Hauptquartier, die die Leitung bei dem angeblichen Versagen der Geheimdienste innehatten, das den 11. September erst ermöglichte und weithin als das größte Geheimdienstversagen seit Pearl Harbor bezeichnet wird, befördert wurden statt entlassen oder anderweitig bestraft zu werden, besteht neben der Tatsache, daß auch andere Geheimdienste berichteten, daß es keine Bestrafungen für Inkompetenz im Zusammenhang mit dem 11. September gab.

38. Diese Beweise für das Ausbleiben von Bestrafungen aufgrund schlechter Leistungen bestehen neben Berichten, daß Geheimdienstmitarbeiter, die gewissenhaft versucht hatten, Untersuchungen in Zusammenhang mit dem 11. September anzustellen, negative Behandlung durch Vorgesetzte erfuhren.

Wie man sehen kann, kann das, was manche Kritiker als Inkompetenztheorie bezeichnen, einfach als Teil einer größeren Zufallstheorie verstanden werden, da diese in sich birgt, daß FAA-Mitarbeiter, Beamte von NMCC und NORAD, Piloten, Beamte der Einwanderungsbehörde, US-Militärs in Afghanistan und zahlreiche US-Geheimdienstbehörden im Umgang mit Angelegenheit im Zusammenhang mit dem 11. September allesamt zufällig mit extremer und ungewöhnlichen Inkompetenz handelten.

Doch die Zufallstheorie erfordert eine noch größere Leichtgläubigkeit. Sie zu akzeptieren, erfordert nicht nur die Behauptung, daß jede Verknüpfung der Ereignisse auf der obigen Liste – die eine Verschwörungstheorie erklären könnte, bei der jedes einzelne Ereignis als Teil eines Musters von Ereignissen betrachtet wird, die geplant worden sind – rein zufällig auftrat. Es erfordert auch die Behauptung, daß die Tatsache, daß es derart viele Ereignisse im Zusammenhang mit dem 11. September gab, die Zufälle – mindestens 38 solcher Ereignisse – beinhalten, selbst rein zufällig ist.

Aus diesem Blickwinkel betrachtet, ist die Tatsache, daß eine Tatbeteiligungstheorie zu diesem Zeitpunkt nicht in der Lage sein mag, alle Fragen zu beantworten, die sie aufwirft, so können Revisionisten bemerken, ein relativ triviales Problem. Sobald uns die relevanten Fakten vorliegen, umfaßt die offizielle Darstellung eine Zufallstheorie, die weit mehr Leichtgläubigkeit erfordert, als die, der »Verschwörungstheoretiker« bezichtigt werden.

Darüber hinaus wäre die Tatsache, daß die Revisionisten noch nicht alle Fragen beantworten können, lediglich dann wichtig, wenn sie behaupten würden, eine konkludente Beweisführung vorgelegt zu haben. Das tun sie jedoch nicht. Meyssan beispielsweise erklärt seinen Lesern, daß er sie nicht auffordert, seine Argumentation »als die endgültige Wahrheit« zu akzeptieren, sondern hofft stattdessen, daß die Leser seine Quellenangaben verwenden, um die Beweise selbst zu überprüfen.28 Ahmed sagt, daß der Zweck seines Buches nicht darin liegt, eine endgültige Darstellung zu liefern, sondern lediglich »das dringende Bedürfnis einer gründlichen Untersuchung der Ereignisse des 11. September zu verdeutlichen.«29

Mein Buch ist ein Versuch, in relativ kurzer Form zu zeigen, daß er und die anderen genau dies getan haben.

© David Ray Griffin
Oliver Bommer (deutsche Übersetzung)