Vorwort

Der 11. September – 10 Jahre danach

Wenn Staatsverbrechen gegen die Demokratie gelingen

Update am 04.09.2011 : Obwohl Dr. Griffin gehofft hatte, dass sein neues Buch zum 10. Jahrestag des 11. September zur Verfügung stehen würde, wurde der Druck erstmals verzögert (daher die ursprüngliche „Verspätet“-Nachricht). Jedoch hat er gerade von seinem Verleger (Interlink Books) erfahren, dass der Druckvorgang abgeschlossen ist und so sollten viele Leute doch noch ein Exemplar rechtzeitig vor dem 11. September erhalten können. Dr. Griffin hat 911Truth.org das Inhaltsverzeichnis und die Einführung des Buches übermittelt, die nun folgen:

– Redaktion von 911Truth.org

Der 11. September – 10 Jahre danach

Einleitung

Die Worte im Titel dieses Buches – „Der 11. September – 10 Jahre danach“ – werden oft mit einem Ausrufezeichen versehen. Das Ausrufezeichen kann für die Mitglieder der 9/11-Truth-Bewegung ein Weg sein, Erstaunen darüber auszudrücken, dass die Wahrheit nicht bereits öffentlich enthüllt wurde. Das Ausrufezeichen könnte von den Gegnern dieser Bewegung – vielleicht zusammen mit einem Kraftausdruck – genutzt werden, ihr Gefühl auszudrücken, dass es für diese Leute Zeit ist, „doch endlich erwachsen zu werden“. Das Ausrufezeichen könnte auch eine Position etwa in der Mitte widerspiegeln – von Ehepartnern der Mitglieder, die hoffen, dass sich nicht noch mehr Jahre ihres Familienlebens am Versuch ausrichten werden, die Wahrheit offenzulegen.

In jedem Fall ist es aus Gründen, die in diesem Buch (vor allem in den letzten beiden Kapiteln) erörtert werden, nicht überraschend, dass die Verbrechen des 11. September nicht offengelegt worden sind. Diejenigen, die in einer scheinbaren Demokratie Kontrolle über den Staat gewonnen haben, haben viele Mittel, nicht nur für die Orchestrierung von großen Verbrechen, sondern auch um zu verhindern, dass diese Verbrechen (einschließlich der Verbrechen gegen die Demokratie selbst) publik gemacht werden.

Was doch etwas überraschend ist, vielleicht sogar für die Täter selbst, ist die Tatsache, dass die 9/11-Truth-Bewegung noch am Leben ist und sogar stetig zunimmt. Die erste professionelle 9/11-Organisation, Scholars for 9/11 Truth ((Geistes-)Wissenschaftler für die Wahrheit des 11. September), wurde 2005 gegründet und ihr folgten ein Dutzend professioneller Organisationen. Erst 2006 gründete der Architekt Richard Gage Architects and Engineers for 9/11 Truth (Architekten und Ingenieure für die Wahrheit des 11. September), die mit einem einzigen Mitglied anfingen, obwohl heute mehr als 1500 Architekten und Ingenieure seine Petition unterzeichnet haben. Einige der Organisationen, wie Scientists for 9/11 Truth ((Natur-)Wissenschaftler für die Wahrheit des 11. September) und Actors and Artists for 9/11 Truth (Schauspieler und Künstler für die Wahrheit des 11. September) haben erst in den letzten beiden Jahren ihre Arbeit aufgenommen.

Der zehnte Jahrestag ist ein Meilenstein meiner eigenen Arbeit: Das vorliegende Buch ist mein zehntes Buch über den 11. September. Ich war erfreut an den Verkaufszahlen zu sehen, dass meine Bücher zu diesem Thema weiterhin hilfreich zu sein scheinen – einschließlich meines ältesten Buches The New Pearl Harbor (Das neue Pearl Harbor).1

Leider gilt „zehn Jahre danach“ auch für den Krieg in Afghanistan, der am 7. Oktober 2001 begann. Das erste Kapitel dieses Buches beschäftigt sich mit der immer noch weit verbreiteten Ansicht, dass der 11. September diesen Krieg rechtfertigt. Menschen, für die diese Themen neu sind, kann dieses Kapitel als Zusammenfassung der Beweise gegen die Ansicht dienen, dass Osama bin Laden im Speziellen oder al-Qaida im Allgemeinen für die Anschläge des 11. September verantwortlich sind. Der zehnte Jahrestag der Anschläge des 11. September ist auch der zehnte Jahrestag des neuen Ansturms des (christlichen und jüdischen) Westens gegen die muslimische Welt – ein Ansturm, der nicht nur die US-NATO-Angriffe auf Afghanistan, Irak und Libyen beinhaltet, sondern auch die Unterstützung für Israel im Krieg gegen den Libanon / die Hisbollah im Jahr 2006 und die fortgesetzte Unterdrückung Palästinas, zusammen mit dem US-Vorspiel in Iran, Jemen und Syrien. Wie kann da jemand glauben, dass der 11. September zur abgeschlossenen Geschichte gehört, die heute nicht mehr zählt?

Für die meisten Menschen ist „der 11. September“ nahezu gleichbedeutend mit dem Titel des zweiten Kapitels dieses Buches: „Die Zerstörung des World Trade Center“. Anstatt einfach Argumente gegen die offizielle Ansicht aufzulisten – laut der die Gebäude durch die Flugzeugeinschläge und die daraus resultierende Brände zum Einsturz gebracht wurden – fragt dieses Kapitel: „Warum akzeptierten ansonsten vernünftige Journalisten Wunder?“ – wobei sich „Wunder“ auf Ereignisse bezieht, die fest etablierte Gesetze der Wissenschaft verletzen. Ich beschäftige mich mit einer Reihe von linksgerichteten Journalisten und frage, warum diese Personen, die sich in anderen Zusammenhängen über Wunder lächerlich machen würden, sie in Bezug auf die Zerstörung des World Trade Center akzeptieren und unterstützen. Sie sprechen dabei, um das klarzustellen, nicht von Wundern. Aber sie bejahen Ereignisse, die die Verletzung von grundlegenden wissenschaftlichen Prinzipien erfordern.

Im nächsten Kapitel werde ich mich mit dieser Frage insbesondere in Verbindung mit zwei der besten, zu Recht sehr respektierten Journalisten beschäftigen, Bill Moyers und Robert Parry. (Obwohl Parry nicht annähernd so bekannt ist wie Moyers, der lange Zeit Gastgeber der für viele besten wöchentlichen Sendung im Fernsehen war, wird Parry von Menschen, die seine Texte kennen, genauso geschätzt.) Ich frage: Warum akzeptieren und unterstützen Moyers und Parry die offizielle 9/11-Darstellung des World Trade Center, obwohl man diese Geschichte nicht akzeptieren kann, ohne an Wunder zu glauben? Ich behaupte, dass ihre Zustimmung nur in Bezug auf die psychologische Dynamik der „Großen Lüge“ zu verstehen ist.

Im vierten Kapitel konzentriere ich mich auf Gebäude 7 des World Trade Center. Der Name dieses Kapitel stammt von einem New Yorker Richter, der sich darauf vorbereitete, über eine Petition zu entscheiden, die eine Abstimmung der Menschen der Stadt über eine eigene Untersuchung des 11. September forderte. Als Reaktion auf eine Aussage über Gebäude Nr. 7 fragte er: "Gebäude wie bitte?" Angesichts der Tatsache, dass dieses Gebäude so groß und sein Abriss so offensichtlich war, erörtere ich „wie Staatsverbrechen gegen die Demokratie vor aller Augen versteckt werden können“. Ich führe damit den Ausdruck „Staatsverbrechen gegen die Demokratie“ ein, abgekürzt SCADs (State Crimes Against Democracy), der 2010 durch ein Symposium im American Behavioral Scientist, einer führenden sozialwissenschaftlichen Zeitschrift, in die Diskussion über den 11. September eingebracht wurde (ein weiterer Beleg für die Ausbreitung der 9/11-Truth-Bewegung). Wie dieser Ausdruck zeigt, war der 11. September nicht nur ein Verbrechen gegen das Volk der Vereinigten Staaten und die Welt, insbesondere gegen alle Menschen, die am 11. September ermordet wurden, und die Angehörigen der Opfer. Es war ein Verbrechen gegen die Demokratie an sich.

Kapitel 5 wendet sich dem Hauptmittel der Täter zu, das amerikanische Volk zu überzeugen, dass Muslime die Anschläge organisierten: die scheinbaren Anrufe aus den 9/11-Flugzeugen, durch die die Amerikaner zuerst erfuhren, dass Männer aus dem Nahen Osten mit Messern und Teppichmessern vier Flugzeuge entführt hatten. Die Nachricht kam von einem führenden Mitglied der Bush-Cheney-Regierung, dem Generalstaatsanwalt des Justizministeriums, Theodore „Ted“ Olson. Er teilte CNN und damit der Welt mit, dass seine Frau, die bekannte CNN-Korrespondentin Barbara Olson, ihm gesagt hatte, ihr Flugzeug, American Airlines 77 sei von Männern mit Messern und Teppichmessern entführt worden. Im Jahr 2006 wurde (mithilfe von Beweismaterial des FBI für Zacarias Moussaouis Gerichtsverhandlung) öffentlich gemacht, dass Ted Olsons Bericht – dass seine Frau zweimal von AA 77 aus mit ihm gesprochen hatte – nicht der Wahrheit entsprach. Das könnte kaum wichtiger sein angesichts der Tatsache, dass die angeblichen Telefonate die Beweise dafür waren, dass die Flugzeuge entführt worden waren, zusammen mit der Tatsache, dass Ted Olson der erste und wichtigste Überbringer der Nachricht war. Und doch haben die amerikanischen Medien, die dafür verantwortlich sind, der amerikanischen Öffentlichkeit die nötigen Informationen zu liefern, damit sie als Demokratie funktioniert,2 niemals darüber berichtet, dass das FBI eingeräumt hat, dass die Olson-Anrufe gar nicht stattfanden. Dieses Kapitel behandelt außerdem weitere Beweise, dass es die „Anrufe aus den Flugzeugen“ gar nicht gab.

Kapitel 6 leitet über zur offiziellen Darstellung des Angriffs auf das Pentagon. Dieses Kapitel basiert auf einem Artikel, der in der Woche geschrieben wurde, als Tim Russert, der bekannte Moderator von Meet the Press plötzlich verstarb. Mit dem Titel „Tim Russert, Dick Cheney und der 11. September“ betont dieser Artikel, dass Cheney in einem Gespräch in Russerts Sendung nur ein paar Tage nach dem 11. September etwas über seine Handlungen am 11. September preisgab, das im Widerspruch zu späteren Behauptungen der 9/11-Kommission steht – etwas, das deutlich darauf hinweist, dass Cheney vor dem Anschlag auf das Pentagon einen „Stand-down“-Befehl erteilte. Ich schrieb diesen Artikel , weil ich dachte, dass es wegen des Respekts und der Trauer für Russert in den Medien eine Chance gab – keine große, aber mehr als sonst üblich – dass jemand in den Mainstream-Medien diese Geschichte aufgreifen könnte. Aber es gab keinen Verstoß gegen die Richtlinien: Geschichten, die wichtige Bestandteile der offiziellen Darstellung des 11. September in Frage stellten, werden nicht behandelt. Dennoch habe ich diesen Essay für dieses Buch in ein Kapitel umgewandelt, einmal wegen seiner Bedeutung an sich, aber auch wegen der Relevanz für das folgende Kapitel.

Der Titel des nächsten Kapitels – „Ein Konsensansatz für das Pentagon“ – spielt auf eine weit verbreitete Erkenntnis an, die innerhalb wie auch außerhalb des 9/11-Truth-Gemeinschaft existiert: es gibt innerhalb der Gemeinschaft einen breiten Konsens über die Zerstörung des World Trade Center, aber keinen Konsens, wenn es um den Angriff auf das Pentagon geht. In diesem Kapitel erörtere ich, dass es zwar viel Uneinigkeit in der meist diskutierten Frage gibt – ob das Pentagon von einer Boeing 757 getroffen wurde – dies aber ein relativ trivialer Punkt im Vergleich zu einer Frage zum Pentagon-Anschlag ist, in der die Bewegung einen Konsens erreicht hat.

Der Titel von Kapitels 8 verwendet einen Ausdruck, der den meisten Lesern seltsam erscheinen könnte: „Nationalistischer Glaube“. Wir denken normalerweise an das Christentum, wenn es um die wesentliche Form des Glaubens in den Vereinigten Staaten geht. Ich behaupte aber im Einvernehmen mit dem Theologen John Cobb, dass die primäre Form des Glaubens in Amerika die amerikanische Version des Nationalismus ist, die man „Amerikanismus“ nennen könnte. Um zu veranschaulichen, wie dieser nationalistische über den christlichen Glauben triumphieren kann, erkläre ich, wie das einzige Buch, das ich aus einer explizit christlichen Sicht über den 11. September schrieb, Christian Faith and the Truth behind 9/11 (Christlicher Glaube und die Wahrheit hinter dem 11. September),3 zur Entlassung des Vorsitzenden und Vizevorsitzenden von Westminster Press führte, die die Veröffentlichung meines Buches genehmigt hatten. Wie ich erkläre, haben diejenigen in der Kirche, die sich über mein Buch beschwert hatten, darunter Vorstandsmitglieder, die es zensierten, keine theologischen Einwände erhoben. Zu beanstanden war vielmehr, dass ich Beweise vorgelegt habe, dass die Anschläge des 11. September nicht das Werk von ausländischen Muslimen waren, sondern eine Inszenierung von Mitgliedern der US-Regierung.

Das letzte Kapitel erläutert die Vorstellung, die der Untertitel des Buch zum Ausdruck bringt: „Wenn Staatsverbrechen gegen die Demokratie gelingen“. Nachdem der Begriff „SCADs“ im vierten Kapitel erläutert wurde, beschäftige ich mich im abschließenden Kapitel mit den Gefahren für unser Land und sogar für die ganze Welt, wenn amerikanische „SCADs“ gelingen und nicht so schnell wie möglich rückgängig gemacht werden. Als Präsident Kennedy und nach ihm Bobby Kennedy ermordet wurden, warnten kluge Kommentatoren davor, dass, wenn die Wahrheit über diese Morde nicht aufgedeckt wird, weitere, vielleicht größere staatlich geförderte Verbrechen folgen würden. Diese Prognose wurde am 11. September wahr.

Zehn Jahre sind seit dem 11. September vergangen und das größte aller „SCADs“ wurde nicht rückgängig gemacht. Wer sich also für die Zukunft dieses Landes und der Welt als Ganzes interessiert, sollte daran arbeiten, das „Staatsverbrechen gegen die Demokratie“ zu enthüllen, das am 11. September stattgefunden hat.

Anmerkungen

1 Meine vorherigen neun Bücher sind: The New Pearl Harbor: Disturbing Questions about the Bush Administration and 9/11 (2004); The 9/11 Commission Report: Omissions and Distortions (2005); Christian Faith and the Truth behind 9/11: A Call to Reflection and Action (2006); 9/11 and American Empire: Intellectuals Speak Out, zusammen mit Peter Dale Scott (2006); Debunking 9/11 Debunking: An Answer to Popular Mechanics and Other Defenders of the Official Conspiracy Theory (2007); 9/11 Contradictions: An Open Letter to Congress and the Press (2008); The New Pearl Harbor Revisited: 9/11, the Cover-Up, and the Exposé (2008); The Mysterious Collapse of World Trade Center: Why the Final Official 9/11 Report is Unscientific and False (2009); Cognitive Infiltration: An Obama Appointee's Plan to Undermine the 9/11 Conspiracy Theory (2010).

Ich habe folgende Titel nicht in dieses Liste aufgenommen: The American Empire und the Commonwealth of God: A Political, Economic, Religious Statement, zusammen mit John B. Cobb Jr., Richard Falk und Catherine Keller (2006), weil es nur wenige Seiten über den 11. September enthält. Ich habe Osama bin Laden: Dead or Alive? (2008) nicht mitaufgenommen, weil es keine Beweise dafür gibt, wie sogar das FBI bestätigt, dass Osama bin Laden etwas mit dem 11. September zu tun hatte.

2 Die Internationale Journalisten-Föderation hat die Freiheit der Presse folgendermaßen definiert: „die Freiheit von Zwang als Voraussetzung dafür, dass Journalisten, Redakteure, Verleger und Rundfunkanstalten in der Lage sind, das öffentliche Interesse durch Veröffentlichung, Übertragung oder das In-Umlauf-Bringen von Fakten und Meinungen zu fördern, ohne die eine demokratische Wählerschaft nicht zu verantwortungsvollen Urteilen gelangen kann“, enthalten in „Status of Journalists and Journalism Ethics: IFJ Principles“, Mai 2003 (http://www.ifj.org/en/articles/status-of-journalists-and-journalism-ethi...). Es ist unwichtig, ob der „Zwang“ politisch (wie in der ehemaligen Sowjetunion) oder finanziell begründet ist.

3 David Ray Griffin, Christian Faith and the Truth behind 9/11: A Call to Reflection and Action (Louisville: Westminster John Knox, 2006).